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Hans Cornaro

 

 Akademischer Maler

  • Geboren 21.01.1899 in WIen

    • 1908-1915 Besuch der Jugendkunstklasse von Prof. Cizek an der Kunstgewerbeschule

    • 1917 Kriegsmatura, Humanistisches Gymnasium Wien III

    • 1917-1919 Kriegsdienst, Gefangenschaft

    • 1920-1925 Besuch der Hochschule für Angewandte Kunst ("Kunstgewerbeschule") bei Prof Löffler und Prof. Böhm

    • 1924 Lobmeyerpreis

    • 1925 Staatspreis

    • Ab 1928 Kunsterzieher an Wiener Mittelschulen

    • 1930 Heirat mit Elly Gschliesser, seiner Studien- und Fachkollegin, 3 Kinder Andreas, Susanne, Claudia

    • Neben dem Schuldienst Malerei und Grafik

    • 1939-1947 Kriegsdienst in Frankreich und Russland, Russische Gefangenschaft. Daneben künstlerische Tätigkeit, Aquarelle und Zeichnungen von Landschaften und Menschen in der Gefangenschaft oft Arbeiten mit primitivsten Mitteln, Porträts von Kameraden, Postkarten, etc.

    • Nach der Heimkehr wieder Schuldienst bis 1960 (Pensionierung, Titel Oberstudienrat)

    • Radierungen, Aquarelle, Buchillustrationen, für verschiedene Verläge, (das Buch "Prinz Seifenblase" erhielt 1955 einen Staatspreis

    • Ausstellungen: Kulturamt der Stadt Wien, Staatsdruckerei, kleine Galerie

    • Werke im Besitz von ALbertina und Heeresmuseum

  • Gestorben 7.6.1990 in Wien

Aquarelle

 

 

 

Radierungen

 

Bücher-illustrationen

 

 

Hans schrieb auch für seine Kinder Bildergeschichten im Versmaß. Die Handlungen drehten sich meist um die kinder selbst, Möbel, Gegenstände und Spielsachen aus der nächsten Umgebung. So finden sich zahlreiche Möbelstücke und Inventar aus dem gemeinsamen Haushalt auf den Illustrationen verewigt:

Seine Enkelin Veronika, ließ  für Ihre 6 Nichten und Neffen (Urenkel von Hans) diese 3 Geschichten in Bücher binden.

 

Holzkobold“ (inspiriert von der Maserung einer Kommode, die wie Kobolde aussah)

 

„Hiesel im Schattenschloss“ (Hauptfigur seine Tochter Suse, deren Spielsachen nachts zum Leben erwachen)

 

„Spiegelaffe“ (mahnende Geschichte über die verwerfliche Eitelkeit eines Mädchens)

Im Feld

Hans wurde für beide Weltkriege eingezogen und geriet beide Male in Kriegsgefangenschaft. Erstaunlicherweise gelang es ihm, viele der auf den Feldzügen und in Gefangenlager entstandenen Bilder mit nach Hause zu bringen.

Hans schrieb im Russlandfeldzug Sylvester 42 eine düstere, mehrere Seiten umfassende Dichtung, die die Schrecken des Krieges wiedergibt. Später fasste er das Geschrieben in Reinschrift und fertigte  eine Kleinserie (Mappe) an, Text  mit 4 Radierungen nach Zeichnungen aus dem Feld.

„das Tagebuch“

Während seiner Kriegsgefangenschaft in Russland 1945-1947 verfasste Hans ein beeindruckendes Kriegstagebuch und illustrierte dieses mit zahlreichen Zeichnungen. Ein bewegendes Zeitdokument mit Einblicken in den Lageralltag und auch gelegentlichen Abschweifungen in Fantasiewelten.

Später wurde dieses digitalisiert und in einer Kleinstauflage (10stk) für die Familie in Buchform gebunden.

 

Der Krieg
Ein übergroßes Wandgemälde aus 1939 (Fertigstellung des "4.ten aktes, die Trauer" nach der RÜckkehr aus der Gefangenschaft

 

Hans zeigt Die chronologische ABfolge des 2. Weltkrieges auf

 

Das ursprünglich 1939 fertig gestellte und signierte Bild, beinhaltete 3 große Hauptfiguren (von rechts nach links)

Die Euphorie, den Hass, sowie die Zerstörung.

Dazwischen kreisen als geflügelte Köpfe dargestellt, die „ Lügen Goebbels“.

In Erfüllung ihrer Pflicht ziehen Edle Kämpfer in die Schlacht, letztendlich sind die Profiteure nur die Aasgeier, Schweine und Hyänen.

Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft in Russland erweiterte Hans das Bild um die 4. Hauptfigur. Die Trauer – mit ihr bleiben nur sterben und Tod.

Ursprünglich mit den Eindrücken des 1. Weltkrieges und der Propaganda für den 2. Weltkrieg erschaffen, ist es genauso auf andere Kriege anwendbar

 

Wie man anhand dieses Bildes gut sieht: Die Geschichte wiederholt sich.